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Ein See für jede Jahreszeit
Am 1. März herschen am Walchensee, Deutschlands
größtem und tiefsten Alpensee, oft noch winterliche
Verhältnisse.
Das kann aber die Spezialisten, die diesen magischen Datum
geradezu entgegenfiebern, nicht davon abhalten, ihr Angelglück
zu probieren. Am Ufer stehen die Hegenenfischer ebenso wie
die Seeforellenenthusiasten und am Abend leuchten die Lampen
der Ruttenfans wie Glühwürmchen rund um den See.
da seit einigen Jahren auch das Bootsangeln ab März erlaubt
ist versucht
man beim Schleppfischen die Juwelen der Tiefe, die Seesaiblinge
zu erbeuten.
Der Mai bringt eine interessante Variante.
Renken und Saiblinge ziehen sich mit dem sich langsam erwärmenden
Wasser in die Buchten. In Tiefen von 8 bis 10 Metern kann
man mit der Nymphenhegenge viel Spaß erleben und sehr
gute Fänge machen.
Selbst der Walchi-Grandslam (10 Saiblinge, 5 Renken und eine
Seeforelle an einem Tag) ist bei viel Glück und Ausdauer
zu schaffen. Im Juni, Juli und August verlagert sich das anglerische
Geschehen in die Morgen- und Abendstunden kein Wunder
jetzt müssen wir uns den See mit Sommerurlaubern teilen.
Aber in dieser Zeit stehn die Chancen auf Hechte sehr günstig.
Bei all den edlen Salmoniden wird leicht übersehen, dass
der Walchensee einen hervorragenden Bestand an Esox aufweist.
Mir ist der September am liebsten. Am Wasser
kehrt allmählich wieder Ruhe ein. Der Föhn zaubert
einen stahlblauen Himmel
mit Sonnenschein pur hervor und die Fische schlagen sich noch
einmal so richtig den Bauch voll, bevor sie mit der kälteren
Jahreszeit ein karger gedeckter Tisch erwartet.
Autor: Bernd Taller |